Tobias Mannewitz
Scribbles
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Am Anfang einer jeden Illustration steht das Scribble. In mehr oder minder aufwendigen Bleistiftskizzen versuche ich, die beste Darstellungsweise für das verlangte Motiv zu finden: Was ist die dramatischste Perspektive, der stimmigste Bildaufbau oder die beste Beleuchtung? Oft habe ich dabei schon eine gewisse Vorstellung im Hinterkopf. Trotzdem verbrauche ich in dieser Arbeitsphase irrsinnige Mengen an Billigpapier. Während der Vorbereitungen für das Bild "Gottes Rüstung", um das es hier geht, gingen etwa 15 beidseitig bekritzelte Blätter drauf. Dauert natürlich seine Zeit...
Vorzeichnung
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Schließlich entsteht die vielversprechendste Skizze, und ich entschließe mich dazu, sie weiterzuverwenden. Am Leuchttisch übertrage ich das Motiv auf festen Bristolkarton. Dieser Karton ist mein momentaner Favorit, da er sich nicht wellt und eine sehr feste, glatte Oberfläche bietet, die nicht auffasert - optimal für glatte Farbflächen und den späteren Scan! Jetzt ist auch noch Zeit für Korrekturen etc.
Beginn
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Dann geht's los. Für die Illustrationen im Ordensbuch: Gabrieliten habe ich ausschließlich mit schwarzer und weißer Acrylfarbe gearbeitet. Mit einem breiten Pinsel lege ich zunächst sachte die Hell-Dunkel-Bereiche fest. Danach geht es an die Ausarbeitung der Details. Normalerweise beginne ich immer mit dem interessantesten Teil des Bildes, hier der Hauptfigur.
Zwischenstand
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So geht's dann langsam weiter. Wat sollick noch sagen?
Der Vordergrund wird sehr dunkel, damit sich die helle Engelsfigur ordentlich gegen seine Kontrahenten abhebt.
Test
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Üblicherweise sind die Bilder im Original genausogroß wie hinterher im Print. Da heißt es sorgfältig arbeiten und Fehler zu vermeiden. Manchmal mache ich Zwischenscans, um im Malprogramm mein weiteres Vorgehen zu überlegen - denn hier gibt es den Undo-Knopf! Hier habe ich ausprobiert, welcher Hintergrund sich wohl um den Engelkopf am besten machen würde und ob ich später noch Spritzer und speedlineartige Kerben über das fertige Bild ziehen soll.
Fast fertig
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Der Test am Rechner hat mich überzeugt, ich mache mich an die Umsetzung.
Fertig
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Ein erneuter Zwischenscan führte mich zu dem Entschluß, die Flügel wieder etwas aufzuhellen. Ganz am Ende kommen dann die Details wie Tätowierungen (danke für die Vorlagen, Kim!) oder Schmuckstücke und ich setzte die letzten Leuchtkanten an Ausrüstungsgegenständen oder dunkele andere Bereiche ab.
Irgendwann bin ich dann fertig, und mit dem nächsten Bild beginnt das Ganze von vorne...
Farbe
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Wenn man noch Bokk hat, kann man sich dranmachen und etwas mit der Colorierung am Rechner spielen. Hier bringt Photoshop ganz feine Ergebnisse, ich werd' bestimmt mal dran weiterarbeiten. Da die Engel-Bücher jedoch in Schwarz-Weiß gedruckt werden, ist das reines Freizeitvergnügen. Is' ja ooch schön. =o)